Pressestimmen
Presse über exxj
- mica-Interview mit Peter Burwik
- Bezug nehmend auf den mica - Newsletter vom 17.6.2008 in dem es unter anderem um folgendes geht:
"Obwohl Österreich für die Neue Musik mittlerweile kein schlechtes Pflaster mehr ist, mangelt es den Ausbildungsstätten für junge MusikerInnen an diesbezüglicher Vermittlungsarbeit. Die Akademie schafft hier Abhilfe und geht auf diese speziellen Erfordernisse zeitgenössischer Musik ein."
Der Dirigent Peter Burwik gründete 1971 das Ensemble 20. Jahrhundert in Wien, das er seither auch leitet. Er war außerdem ständiger Gast bedeutender Orchester im In- und Ausland. Seit 1987 unterrichtete Burwik an der Universität (früher Hochschule) für Musik und darstellende Kunst die Fächer „Musik der Gegenwart“, „Einführung in die Neue Musik“ und „Kompositionspraktikum“.
Sabine Reiter hat ihn zur Bedeutung der Neuen Musik im universitären Unterricht befragt. Dieses Interview ist der erste Beitrag einer Reihe, die sich mit der Thematik des Stellenwerts der zeitgenössischen Musik an den österreichischen Kunstuniversitäten auseinandersetzen wird.
SR: Sie lehrten seit 1987 an der Musikuniversität. Welche Veränderungen bezüglich des Stellenwerts der zeitgenössischen Musik im universitären Unterricht haben Sie beobachtet bzw. selbst bewirkt?
PB: Ich habe sehr bald, nachdem ich begonnen hatte, Neue Musik zu unterrichten, mit Hans Kneihs als verantwortlichem Hochschulvertreter ein Konzept zur Strukturierung des Fachs „Musik der Gegenwart“ erarbeitet. Es wurde in der Folge dann auch ein „Schwerpunktstudium Neue Musik“ geplant, das in seinem vollen Umfang aber noch nicht verwirklicht werden konnte.
Es gibt zunächst eine grundlegende Schulung, die jeder machen muss, der im Konzertfach studiert und mit dem Diplom abschließen möchte, und darüber hinaus ein breiteres Angebot für all jene, die ein spezielleres Interesse an Neuer Musik a priori haben oder im Verlauf des Studiums entwickeln. Das normale Angebot, das seit damals im Wesentlichen ein Ausmaß von 15 zweistündigen Unterrichtseinheiten in Form von Proben umfasste, wurde vor einiger Zeit auf über 20 Unterrichtseinheiten erhöht. Es beinhaltet die praktische Beschäftigung mit einer Vielfalt ästhetischer Erscheinungen im Bereich der neuen Musik und erstreckt sich, je nach zeitlicher Verfügbarkeit der Studenten, auf zwei bis vier Semester. Hier geht es nicht nur um Spieltechniken im Instrumentalbereich, sondern vor allem auch um eine Vermittlung der theoretischen und gedanklichen Grundlagen der verschiedenen Erscheinungsformen Neuer Musik. Die Resultate dieser Auseinandersetzung werden in Konzerten am jeweiligen Semesterende präsentiert.
Im Fach „Kompositionspraktikum“ beschäftigen sich die Kompositionsstudenten zusammen mit Instrumentalstudenten, die wiederum vielfach auch im Bereich „Musik der Gegenwart“ inskribiert sind oder waren, mit der praktischen Erprobung ihrer Werke. Da wird viel diskutiert und ausprobiert – und die Instrumentalisten werden somit in einem ganz anderen Lehr-Zusammenhang authentisch mit den Gegebenheiten und Problemen der kreativen Basis der neuen Musik bekannt. Und diese andauernden wechselweisen Erfahrungen, die die interessierten Instrumentalisten über einige Semester hinweg sammeln können, halte ich im Gesamtzusammenhang der Ausbildung im Bereich der Neuen Musik für besonders wertvoll.
Aber nicht nur ich bin seit zwanzig Jahren in diesem Bereich tätig, sondern es sind, was die Wiener Universität betrifft, viele Kollegen, vor allem auch aus dem Bereich der Musikpädagogik, aktiv. So werden beispielsweise in Zusammenarbeit mit „Wien Modern“ Symposien, Seminare und Kurse organisiert.
Es wird auf verschiedenen Ebenen versucht, einen Bereich zu vermitteln, der ja aber nicht der erste und auch nicht der einzige Bereich der Musikausbildung ist. Das ist ein sehr komplexes und umfangreiches Feld, in dem die Studenten, wenn sie seriös studieren, und davon gehe ich aus, auch zeitlich enorm beansprucht werden. Der Bereich der Neuen Musik ist noch dazu einer, in dem man nicht einfach mitspielen kann, sondern für den man sich gründlich vorbereiten muss. Die Spieltechniken an sich sind ja keine Rätsel, sondern das sind inzwischen bekannte Dinge, die jene, die sich damit speziell beschäftigen wollen, verfeinern müssen. Ob sie dann beispielsweise auch komplizierte Multiphonics spielen können, hängt natürlich von der Zeitinvestition der Studenten ab. Man kann in einem Unterricht zwar die Grundlagen vermitteln und Anleitungen geben, und man kann Stücke erarbeiten, in denen diese Dinge verlangt werden, aber dann muss im Grunde genommen jeder einzelne für sich selbst üben.
Selbstverständlich hat sich in den letzten zwanzig Jahren das Repertoire geändert und auch viele Strukturen im Musikleben sind nicht mehr die gleichen. Viele Leute konnten sich seither individuell als Performer oder in kleinen Gruppen, die innovativ gearbeitet haben, etablieren. Möglichkeiten, freiberuflich tätig zu sein, haben sich zunehmend entwickelt. Es gibt also eine Fülle von individuellen Zielsetzungen und ästhetischen Ausformungen, die alle im kulturellen Kontext ihre Berechtigung haben. Eine Ästhetik ist eine Zeiterscheinung, die nicht für alle Ewigkeit Gültigkeit besitzt. Der Unterricht ist daher auch nicht auf eine spezielle Ästhetik fixiert. Die Musik von Webern ist allerdings ein Fixpunkt in der Vermittlung.
Es geht selbstverständlich grundsätzlich darum, junge Leute auszubilden, die interessiert sind, Neues kennen zu lernen. Dafür braucht es Lehrer, die entsprechende Arbeitserfahrung haben. In den letzten zehn Jahren hat es auch bei den Lehrern so etwas wie einen langsamen Generationswechsel gegeben. Heute gibt es etliche Lehrer, die während ihrer Ausbildung selbst auch das Fach „Musik der Gegenwart“ studiert haben und durch ihre Konzerttätigkeit in der Zwischenzeit in vielfältiger Weise mit Neuer Musik in Berührung gekommen sind. Ich sehe die Sache an sich - und auch die Entwicklungsmöglichkeiten - eher positiv.
SR: Sie wollten ja im Rahmen der Musikuniversität auch ein Ensemble gründen, das sich kontinuierlich mit Neuer Musik befasst?
PB: Ja, das wäre sozusagen für jene Studierenden gedacht, die das Schwerpunktstudium Neue Musik absolvieren wollen. Da käme dann eine Anzahl von begleitenden Fächern dazu. Im Pflichtfach, mit zwei bis vier Semestern und einer vielleicht nur zeitweiligen Anwesendheit der teilnehmenden Studierenden in Wien, gibt es das „Ensemble“ als Unterrichtsvehikel, in dem die Studenten vielleicht drei bis fünf verschiedenartige Stücke erarbeiten können und in Konzerten präsentieren. Für das Schwerpunktstudium Neue Musik ist die Tätigkeit über die in diesem Ensemble üblichen ca. 22 Proben hinaus weit umfangreicher. Das ist im praktischen Bereich um ein Vielfaches mehr. Dazu kommen dann aber auch noch begleitende Fächer, die die instrumentalen Spieltechniken betreffen, Literaturkenntnisse, Notationskenntnisse und so weiter. Das Schwerpunktstudium kann jeder, der interessiert ist, im Rahmen des Normalstudiums absolvieren, etwa durch die Einbeziehung von Wahlfächern, auf die die Studierenden dann allerdings in anderen Bereichen verzichten. Es ist an der Universität möglich, durch die Fächerauswahl spezielle Interessen gezielt zu verfolgen.
SR: Das heißt die zwei Semester Ensembleunterricht sind die Pflicht, was darüber hinaus geht, ist die „Kür“?
PB: Ganz genau. Was es aber schwierig macht, mit solch einem Ensemble das angestrebte hohe Niveau zu erarbeiten, ist die zunehmende Integration der Studenten in professionelle Arbeitsbeziehungen. Je höher das Semester, umso mehr gibt es individuell zu tun. Zum Teil arbeiten die Studenten bereits voll und haben Konzerte an anderen Orten.
Die Idealvorstellung wäre natürlich, dass jemand zwei Jahre kontinuierlich in dem Ensemble spielt. Dann könnte man sagen, das ist ein wirkliches Ensemble. Es ist aber eben nicht so, weil die Studenten das nicht leisten können. Trotzdem ist es derzeit im jeweiligen Semester de facto ein Ensemble, in dem bei vielen Studierenden eben die erste konkrete Begegnung mit neuer Musik erfolgt. Diese bringt sehr oft sehr überzeugende Resultate, insgesamt aber kann dieses Ensemble noch nicht auf dem Niveau halten, das bei einer Intensivierung möglich wäre.
SR: In Salzburg gibt es seit 2006 das Institut für Neue Musik.
PB: Das ist auch in Wien schon lange geplant. Die Papiere sind ausgearbeitet, liegen aber noch in der Schublade. Das hat damit zu tun, dass eine neue Professur geschaffen werden müsste.
SR: Wäre das dann eine Professur für Neue Musik?
PB: Mehr als das. Ich selbst bin für Aufführungspraxis und Interpretation Neuer Musik habilitiert. Für dieses Institut müssten aber zwei Personen tätig sein, es bräuchte weiters eine Administration und eigene Räumlichkeiten. Es gäbe einen finanziellen und vor allem räumlichen Bedarf, den die Universität im Moment nicht abdecken kann. Aber es wird zurzeit daran gearbeitet, das Ganze in etwa zwei Jahren zu verwirklichen. Als Vorleistung gibt es eben jetzt schon die Möglichkeit, über Wahlfächer intensiv in diesem Ensemble zu spielen.
SR: Würde das Institut Dinge anbieten, die es noch nicht gibt, oder ist das eher so wie in Salzburg zunächst eine Bündelung bereits vorhandener Angebote bzw. eine organische Entwicklung?
PB: Es wäre im Wesentlichen eine Bündelung. Es gab während meiner Zeit an der Wiener Musikuniversität immer wieder größere Projekte im Bereich der Neuen Musik, die auch mit der Einladung von verschiedenen Komponisten verbunden waren. Ich habe beispielsweise schon vor etlichen Jahren für die Universität eine ganze Arbeitswoche und ein Abschlusskonzert mit Jonathan Harvey organisiert.
Was wir machen müssten, aber noch nicht können, ist eine Intensivierung der Arbeit und Bündelung von produktionsbedingten Aktivitäten in bestimmten Zeitbereichen, um größere Projekte zu erarbeiten, mit denen man dann auch selbstbewusst in eine wirkliche Öffentlichkeit gehen kann. Das halte ich für sehr wichtig, auch um das Qualitätsniveau der Universität auszuweisen. Wir machen zum Teil auch jetzt sehr schöne interne Aufführungen, aber das erreicht nicht die große Öffentlichkeit.
SR: Interessieren sich genug Studenten dafür, ihre Betätigung in Richtung Neue Musik auszuweiten, oder könnten das mehr sein?
PB: Das könnten mehr sein. Aber es hat dann auch zu tun mit einem Wechselspiel von einem erweiterten Angebot einerseits und ausgedehnteren individuellen Zielvorstellungen andererseits. Ich meine, für den Unterricht, so wie er derzeit strukturiert ist, ist das Interesse natürlich ausreichend. Bei mir waren im Semester etwa 70 Studenten inskribiert, die auch sinnvoll zu unterschiedlichen Stücken eingeteilt werden müssen. Mehr wäre kaum möglich. Es gibt bei manchen Instrumenten ein Überangebot und bei anderen ein chronisches Defizit. Insofern ist es auch nicht ganz einfach, von einem fixen Ensemble zu reden, weil die Zusammensetzung a priori nicht unbedingt homogen ist. In manchen Fällen müssen über die Instrumentallehrer Studenten einbezogen werden, um die Konzertvorhaben zu gewährleisten. Wenn man Konzerte macht und dafür Studenten hereinnehmen muss, die das Ensemble bereits absolviert haben - oder die es erst zu einem späteren Zeitpunkt machen wollten - ist das zwar nicht ideal, es ist aber im Moment doch eine Notlösung.
SR: Wie sieht es mit dem österreichischen Nachwuchs aus? Kommen genügend Instrumentalisten nach, und sind diese auch an Neuer Musik interessiert? Es gibt ja bereits einige Initiativen von Musikschulen auf diesem Gebiet, aber könnte hier mehr gemacht werden?
PB: Das ist ein interessanter Ansatzpunkt. Wir sind als Ensemble 20. Jahrhundert schon seit längerer Zeit interessiert, mit Musikschulen zu kooperieren: in der fallweisen Durchführung von gemeinsamen Projekten, durch die Investition von Unterricht in bestehende Arbeitsprojekte oder durch eine Arbeitsbegleitung über einen längeren Zeitraum hindurch. Inwieweit die Musikschulen grundsätzlich eingerichtet sind, solche Kooperationen überhaupt möglich zu machen, weiß ich noch nicht.
Der österreichische Nachwuchs an der Musikuniversität ist im Bläserbereich meiner Meinung nach sehr gut, im Streicherbereich dagegen weniger überzeugend. Da wären wir ohne die Asiaten und Osteuropäer ziemlich arm dran. Die Blaskapellen auf dem Land, und die vielfältigen Möglichkeiten, sich von klein auf in dieser Richtung zu betätigen, sind bei uns offensichtlich ein wichtiger Nährboden und die Grundlage für die individuelle Entwicklung bis hin zur professionellen Musikausübung.
SR: Das heißt, der viel beschworene Wiener Streicherklang ist ernsthaft gefährdet…
PB: Es sind einige Dinge im Wandel begriffen, die noch nicht wirklich zur Kenntnis genommen werden. Die Anzahl der weiblichen Studenten, im Vergleich zu den männlichen, ist enorm gestiegen. Gerade im Bereich des Unterrichts mit Neuer Musik sind Ensemblestücke zum Teil sogar ausschließlich mit Studentinnen besetzt gewesen. Es gibt künftig offensichtlich kaum noch männliche Studenten… Das lässt natürlich auch Voraussagen über die Zusammensetzung der Orchester in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu. Die Philharmoniker werden in Zukunft wohl froh sein, wenn sie genug qualifizierten Nachwuchs bekommen, und alle anderen Überlegungen werden dann keine Rolle mehr spielen.
- CD Nocturnal Walks
Koglmann - Haydn - Jammen mit Haydn
- Paul Hübner, 15.12.2007
- Kühle Romantik und melancholische Ratio sind die Pole, zwischen denen das Werk sich bewegt.
Den klanglichen Hintergrund für Koglmanns Improvisationen – natürlich lässt er sich nicht nehmen, seine eigenen Werke mit seinen Instrumenten, Trompete und Flügelhorn, zu gestalten – bildet das exxj ensemble unter der Leitung von Peter Burwik. Den Musikern gelingt es auf wunderbar nonchalante Art und Weise, klassische Formstrenge und unterkühlte Triebhaftigkeit des Jazz zu vereinen, und dem ganzen noch einen Ton zu verleihen, dem man etwas „typisch“ Österreichisches attestieren könnte. Es ist ein gewisser Schmäh, der sich immer ironisch selbst betrachtet, und so jedem falschen Pathos, jeder Schwere entgeht.
- 24. Oktober 2006
- Amadeus im Sack
- Wiener Zeitung 27.10.06
- Was Mozart mit zeitgenössischer Musik zu tun hat? Oft wurde heuer gefragt, einmal mehr tat’s nun Dirigent Peter Burwik mit vier Uraufführungen im Porgy & Bess. Die – leider – übliche Antwort: Soviel wie ein Senkblei mit Spliss. Weil der Genius umso ferner rückt, je näher man ihn an einen Kanon der Klangesoterik heranzwingt. Zwar hat Burwik recht: Mozart ist zum Schoßhund des Bürgertums verkommen. Aber ein Pittbull war er auch nie.
So klingen jene Neukreationen noch am – nun ja: mozartigsten, die sich der Hardcore-Moderne verweigern. Wie Peter Androschs „Große Sackmusik“: Kleinteilige Motive purzeln herum, werden wiederholt, entwickeln Schubkraft – wie ein windschlüpfriger Motor für Kammerorchester. Nicht gar so geradlinig Oskar Aichingers „Suedama JIXX“: Diffizil arrangiert, dieser sanfte Sog, in dem Kantilenen mit zänkischen Dissonanzen wechseln. Und das in blendender Dramaturgie. Quintessenz: Burwiks untadeliges Ensemble XX.Jahrhundert, hier nutzte es jedenfalls zwei bunten Hunden der Gegenwart.
- 24. Oktober 2006
- Klangräume mit Mozart-Mascherl
Uraufführungen von Peter Androsch, Camille Kerger, Oskar Aichinger und Peter Wiegold
- Der Standard 27.10.06; Andreas Felber
- Wien – Mozart macht es möglich, heißt die Devise im Jubiläumsjahr – und das ist gut so, auch und gerade wenn der Gefeierte an einem Abend, über dem das „Amadeus“-Signet prangte, keine Rolle spielte.
Das Projekt eines „Concert spirituel“ namens Ich wü(s)ste nicht warum nicht des Wiener Mozartjahres, konzipiert von Christian Baier, ausgeführt vom Ensemble XX. Jahrhundert unter dem schon 35 Jahre für seine Sache einstehenden Peter Burwik – das bedeutete immerhin die finanzielle Basis für fünf Kompositionsaufträge, am Dienstag im Porgy & Bess uraufgeführt wurden: Vier gültige, ambitionierte künstlerische Äußerungen, die im Grunde nichts als die kreative Potenz ihrer jeweiligen Urheber repräsentierten…
Peter Androschs Die große Sackmusik gefiel durch sich blitzartig wandelnde Liegeklänge in der Introduktion wie auch durch die Fortpflanzung eines motorischen Impulses durch verschiedenste Strukturregionen bis hin zu burlesken Loops.
Oskar Aichingers Suedama JIXX oszillierte zwischen dichten kontrapunktischen Klangfeldern und rezitativisch ausgedünnten Parts.
Während in Peter Wiegold Earth and Stars abstrahierte Texturen durch hohe Innenkontraste und konkrete, gar illustrative Einlagerungen belebt wurden, schuf der Luxemburger Camille Kerger mit Sarò anch’io de convitati? beeindruckende, pointillistisch schillernde Klanggefüge. Das war packendes Zeitgenossentum – und nur insofern auch Mozart.
- 24. Oktober 2006
- Auftragwerke Mozartjahr
- Chr.I. 2/07 ÖMZ
Gleich vier zeitgenössische Komponisten wurden mit Auftragswerke vom „Wiener Mozartjahr 20062 Ende Oktober präsentiert: „Ich wü(s)ste nicht warum nicht“ hieß ein Abend im Wiener Jazzclub „Porgy & Bess“ (Idee, Konzept und Dramaturgie: Christian Baier), der dem Briefschreiber Mozart seine Reverenz erwies – doch vom musikalischen Gestus ebenso gut Monteverdi oder Mussorgski gewidmet hätte sein können.
Aber mangelnde Mozartnähe sagt ja noch nichts über die Qualität neuer Kammerorchester-Werke, hier vom ensemble xx. jahrhundert (exxj) unter der Leitung des rührigen Peter Burwik engagiert gesielt. Und so leuchten Peter Wiegold „Earth and Stars“ und so Camille Kergers „Sarò anch`io de convitati?“ jedenfalls durch eindringliche Effekte. Fabelhaft prall ist Peter Androsch „Die große Sackmusik“ geraten: Putzige Motive werden wiederholt, verschraubt, gewinnen allmählich an Fahrt – als würde ein Stromgenerator konsultiert und in Betrieb genommen.
Ebenso eingängig, dafür noch feingliedriger tönt Oskar Aichinger „Suedama JIXX“: Ein sanfter Puls schraubt sich zu enormer Intensität hoch, wird von zarten Stimmgeflechten umgarnt. Und auch weite Kandidaten, neckische Dissonanzen tummeln sich in diesem Bravourstückerl. Ohne Amadeus zwar, aber mit einigem Applaus belohnt
- CD-, DVD- und Schallplatten-Kritiken
- Klanggebirge - exxj (Ensemble XX. Jahrhundert): Soundscapes 4 advanced
- Paul Hübner, 20.07.2006
Label: Gramola , VÖ: 26.05.2006
Der Eindruck eines Gebirges stellt sich schon beim Betrachten des Titelfotos von Peter Burwik, dem Dirigent des ensemble exxj ein: ein viergeteiltes Steinrelief, in dem Wasserlinien mäanderartig herunter laufen. Ein symbolisches Bild, das den Inhalt der neuen CD aus dem Gramola Verlag bildlich zusammenfasst: soundscapes 4 advanced. Klanglandschaften, die den Bogen über vier österreichische Komponisten des 20. Jahrhunderts ziehen, vom Schönbergzeitgenossen Fritz Heinrich Klein über Erich Urbanner und Karlheinz Essl zum neuen Szeneliebling Johannes Maria Staud.
Interpreten sind die Musiker des ensemble xx. jahrhundert unter ihrem Leiter Peter Burwik.
Den Anfang macht die 2002 entstandene Komposition Configurations/Reflet von Johannes Maria Staud. Zentraler Punkt in Stauds Werken ist die Problematik von bestimmender Begrifflichkeit und der Veränderbarkeit von musikalischen und gedanklichen Materialien. Deutlich wurde diese Beschäftigung zuletzt in Werken wie „A map is not the territory“ oder dem Incipit-Zyklus. In Configurations/Reflet für acht Instrumentalisten, von denen gut die Hälfte auch Schlagwerk bedient, was einen spannenden klanglichen Effekt bietet, wechseln sich unterschiedliche, kaum fassbare Atmosphären ab, die ständig in neue Zusammenhänge gebracht, zerteilt und neu konfiguriert werden. So entwickelt sich bald eine Eigengesetzlichkeit, die eine „Reflektion“ – so der Titel des Werkes – des musikalischen Materials möglich macht, dessen materielle Autonomie herausstellt. Die Hörerwartung wird dabei immer wieder getäuscht: Ton- und Klangkurven, die sich kaum fortentwickeln, nur in sich veränderlich sind, werden durchbrochen von lauten Ausbrüchen, die sofort minimalisiert werden, quasi sich selbst hinterfragend.
Kontrastierend zu Stauds Werk das „Klavierkonzert“ von Erich Urbanner. Schon der Titel, der im heutigen zeitgenössischen Musikwesen als obsolet verachtet wird, zeigt, dass Urbanner sich keinen stilistischen Zwängen unterordnet. Formal handelt es sich um ein Concerto Grosso, wobei unterschiedliche Instrumente das musikalische Material solistisch entwickeln. Es geht weniger um eine virtuose Parade des Soloinstrumentes, sondern eher um ein Nachvollziehen des konzertanten Prinzips. Das Konzert trägt an vielen Stellen reminiszente Züge: Floskeln des neunzehnten Jahrhunderts, neoklassizistische Wendungen, Übersteigerung von pianistisch-virtuosen Gesten, die immer wieder als sarkastisch-ironische Wegmarken gesetzt werden. Hier zeigt sich auch eine typisch österreichische Ader, denn diese Form der geistigen Anleihe – von Zitat zu sprechen wäre doch zu weit gegriffen – findet man in der gesamten österreichischen Musik seit Bruckner, in Mahlers Sinfonien, und vor allem bei Alban Berg. Am Klavier überzeugt dabei Harald Ossberger, der sich trotz aller instrumentalen Virtuosität dem Kompositionsprinzip Urbanners unterordnet.
„Deviation“ von Karlheinz Essl steht in enger Beziehung zu Stauds Werk – auch ein Hinweis auf die gelungene Programmgestaltung dieser Aufnahme, das die Werke gewissermaßen im Kreuzreimprinzip anordnet. Ein Doppeltrio steht sich gegenüber, zunächst als zwei unabhängige Ensembles, die sich gegenseitig Klangereignisse zuwerfen, die im Laufe des Werkes verschwimmen, ineinander fließen, und zum Ende hin ins Geräuschhafte aufgelöst werden. Wie auch bei Johannes Maria Staud folgen Essls Werke einem Kommunikationsprinzip, das Form bildend für das musikalische Material wird.
Den Abschluss der Produktion bildet das Werk „Die Maschine“ von Fritz Heinrich Klein. Klein entwickelte unabhängig von Schönberg und Hauer eine eigene Zwölftonmethode, die er in diesem Werk durchgängig anwendet. Im Schönbergkreis fand Klein keinerlei Anerkennung, geistige Anleihen an Kleins Gedankenwelt bestritt Schönberg zeit seines Lebens. Nichtsdestotrotz ist Kleins Prinzip des „Mutterakkordes“ – ein zwölftöniger Allintervallakkord – entscheidend für die Entwicklung der modernen Tonsprache geworden. Umso größer also der Verdienst der Ensembles, dieses Werk in einer hervorragenden Aufnahme einzuspielen.
Die gesamte Produktion wirft einen interessanten Blick auf das zeitgenössische Schaffen österreichischer Komponisten. Einen „Nationalstil“ herauszuhören – bei Urbanner findet sich zumindest ein solcher Gestus, eine gewisse Portion wienerischen Charmes – soll dem aufmerksamen Hörer überlassen bleiben. Eine wertvolle Ensembleproduktion Neuer Musik mit einem glänzend aufgelegten ensemble xx. jahrhundert hat er damit aber auf jeden Fall in der Hand!
- "Taishin Arts Award“ 2005
As the only music-production „exxj“ was nominated fort he very pestigions „Taishin Arts Award“ 2005:
NEW HORIZON OF SOUNDS by the National Chiang Kai-Shek Cultural Center
A collaboration project between Chai Found Music Workshop with the Ensemble XX. Jahrhundert to perform new work composed for various combinations of Chinese and western musical instruments. Forgoing the fancy stage effects and performing skills that some cross-disciplinary music takes advantage of, the Chai Found Music Workshop and Ensemble XX. Jahrhundert` s performance is restored to purely caressing and teasing of sound, showing their excellence in the maturity of performing skills and the accomplishment of musical expression.
Als einzige Musikproduktion wurde NEW HORIZON OF SOUNDS by the National Chiang Kai-Shek Cultural Center mit dem “exxj” für den höchst angesehenen „Taishin Arts Award“ 2005 nominiert:
NEW HORIZON OF SOUNDS by the National Chiang Kai-Shek Cultural Center
A collaboration project between Chai Found Music Workshop with the Ensemble XX. Jahrhundert to perform new work composed for various combinations of Chinese and western musical instruments. Forgoing the fancy stage effects and performing skills that some cross-disciplinary music takes advantage of, the Chai Found Music Workshop and Ensemble XX. Jahrhundert` s performance is restored to purely caressing and teasing of sound, showing their excellence in the maturity of performing skills and the accomplishment of musical expression.
- CD des ensemble XX. jahrhundert: „Wien – gegen den Strich“
- Neue Musik
- Falter 29/06, Carsten Fastner
- Nicht nur i m Wienerlied, auch in anderen Formen der Wiener Musik sorgen Komponisten seit Schönberg und seinem Kreis immer wieder für Aktualisierungen. Auch das Ensemble XX. Jahrhundert unter Peter Burwik gab viele neue Walzer, Polkas und Jodler in Auftrag. Eine Auswahl ganz unterschiedlicher Arbeiten von Otto Lechner, Oskar Aichinger, Erich Urbanner, Axel Seidelmann, Franz Koglmann, Christoph Cech, Vladimir Pantchev, ‚Gerd Kühr und Wolfgang Liebhart ist nun auf CD erschienen und macht – etwa durch Koglmanns Einsatz einer chinesischen Pipa – auch den traditionellen Vielvölkerhintergrund der Wiener Musik deutlich. Schade bloß, dass mit dem Bulgaren Pantchev nur ein „Zuagrasta“ dabei ist.
- 8. Oktober 2005
- "Standing ovations" in Havanna
- Nach seinem Konzert beim “XX. Festival de La Habana” – mit Werken von Essl, Webern, Staud, Berg und abschließend „Pierrot lunaire“ von Schönberg – wurden das exxj…ensemble XX. jahrhundert und der Dirigent Peter Burwik von einem tief beeindruckten Publikum mit „standing ovations“ gefeiert.
After its performance at the „XX. Festival de La Habana“ - with works by Essl, Webern, Staud and Berg, completing the program with Schönberg’s “Pierrot lunarie” - exxj and conductor Peter Burwik earned standing ovations from a deeply impressed audience.
- "Full House" in Taipei
- Über tausend begeisterte Zuhörer folgten dem Konzert, das das National Chiang Kai-Shek Cultural Center in Taipei am 10. September 2005 in seinem großen Konzertsaal mit den Ensembles China Found
Music Workshop und dem Wiener exxj … ensemble xx. jahrhundert und dem Dirigenten Peter Burwik veranstaltet hatte.
Besonders gefeiert wurden die Werke von Ming Wang (UA), Deqing Wen, Fang-Yi Lin (UA) und Xiao Yun Chen.
- "Full House" in Taipei
- More than a thousand enthusiastic listeners attended a concert organized by the National Chiang Kai-Shek Cultural Center in Taipei on September 10th 2005 in it's large concert hall, with the ensembles: China Found Music Workshop and the Austrian exxj...ensemble xx. jahrhundert, conducted by Peter Burwik.
An especially warm reception was given to the works by Ming Wang (UA), Deqing Wen, Fang-Yi Lin (UA) and Xiao Yun Chen. - exxj im Porgy & Bess
- Österreichische Musikzeitschrift, Martin Gut, 5/2004
- Die Fortsetzung des 2002 initiierten Wienerliedprojektes des ensemble XX. jahrhundert versprach aufgrund der Diskrepanzen zwischen Wienerlied und Neuer Musik einen auf schlussreichen Abend. Man gab Raritäten wie die Fuge des zu früh verstorbenen Fritz Egon Pamer, eine Strauss-Bearbeitung Schönbergs und Uraufführung von Kompositionen wie Axel Seidelmann, Wolfgang Liebhart und Franz Koglmann, die allesamt einen Bezug zum Wienerlied herstellten. Webens "Vier Stücke" op. 7 wurden von Manfred Wagner-Artzt / Klv und Sian Philipps / Vl in ihrem Nuancenreichtum ausgelotet. Diese Stücke ließen zwar jedweden plakativen Wienbezug missen. Doch erfuhr man dabei durch das musikalische Umfeld dieses Abends ganz klar, dass die Zweite Wiener Schule nicht nur Luft von anderen Planeten spürte, dass das Kosmopolitische der Neuen Musik sich des Lokalkolorits nicht immer ganz erwehren kann. Otto Lechner am Akkordeon setzte ein ansonsten an diesem Abend etwas Zukurzgekommenes, das Musikselige, noch in sein Recht, und Dirigent Peter Burwik meisterte den Spagat, beiden Musikrichtungen gleich nahe zu sein, locker.
- exxj in Porgy & Bess
- Österreichische Musikzeitschrift, Martin Gut, 5/2004
- Due to the discrepancy between the Viennese folk song and the New Music, the continuation of the Viennese folk song project initiated in 2002 by Ensemble XX.Jahrhundert promised to be an enlightening evening.Rare music pieces like the fugue by Fritz Egon Pamer, who died too early, and an adoption from Strauss by Schönberg, were performed including the premiere of compositions by Axel Seidelmann, Wolfgang Liebhart and Franz Koglmann, all of them stablishing a relationship to Viennese folk song. Manfred Wagner-Artzt (piano) and Sian Philipps (violin) had plumbed the depths of nuancedness of "Four pieces" op.7 by Weben. On one hand, these compositions were lacking any striking reference to Vienna whatsoever and on the other, the audience found out through the music surroundings during the evening that the Second Vienna School could not always resist the local color although being a part of the cosmopolitan New Music. Otto Lechner (accordion) presented the music-blessed, while the conductor Peter Burwik virtuously combined the Viennese folk song with the New Music style.
- "Fear Death by Water"
- A spooky idyll
- By Andreas Felber, Der Standard
- Without indicating the faults of today's society, "Fear Death by Water" turns out to be a haunting period play. Christian Baier´s libretto is a disturbing and thought-provoking one, created by reducing the essential, often formalistic key sentences. The music by Franz Koglmann, which is inimitably combining short elements of Cool Jazz and mild expressive dissonances of the 20th century classical music(exxj...XXth century ensemble under Peter Burwik) rounds out this outstanding work. In the sandy stage ambient arranged by Nora Scheidl, the melting pot of actors and singers under Michael Scheidl`s direction gives a spectacularly vivid performance and proves that the music theatre is by no means dull and uninteresting.
- Gespenstische Idylle
- Der Standard, Anderas Felber
- ...Ohne den Finger politisch korrekt zu erheben, entpuppt sich Fear Death by Water als packendes Zeitstück. Christian Baiers Libretto bietet durch kluge Reduktion auf essenzielle, oft formelhafte Kernsätze gedankliche Sturzräume, während Franz Koglmanns Musik, in der er unnachahmlich die mürben Cool-Jazz-Klänge mit den mild-expressiven Dissonanzen der klassischen Moderne (exxj . . . ensemble XX jahrhundert unter Peter Burwik) zusammenführt, sich unaufdringlich in den Dienst des Werks stellt.
Im sandigen Bühnenbild-Ambiente Nora Scheidls entwickelt das gemischte Schau-spieler-Sänger-Ensemble unter Michael Scheidls Regie unmittelbare darstellerische Lebendigkeit und demonstriert, dass Musiktheater nicht zur Stehpartie verkommen muss. - On the beach of a "global amnesia"
- By Wolfgang Sandner, Frankfurter Allgemeine Zeitung
- ...as long as one can understand the context of a plot, complexity can be stimulating. The fact that this complexity is missing, because one viewer can not be in three places at the same time, can be very frustrating. As a criticism of the uninformed information society the play becomes stereotyped. The audience´s interest in this piece of musical theatre prevail due to the remarkably terrific musicians and actors participating in this piece of musical theatre: Koglmann´s cool "beach combo", Peter Burwik´s "exxj... XXth century ensemble", hidden behind a gauze curtain, Walter Raffeiner as the seer Teiresias, the stunning bitter-funny couple Birgit Doll and Alexander Waechter, the amazingly funny entertainer Nikolaus Kinsky and the admirable Morenike Fadayomi.
- Am feinen Strand globaler Amnesie
- Frankfurter Allgemeine Zeitung, Wolfgang Sandner
- ...Komplexität regt an, solange die Möglichkeit des Erkennens von Zusammenhängen besteht. Gibt es diese schon dadurch nicht, daß kein Beobachter an drei Orten zu gleicher Zeit sein kann, stellt sich Frust ein. Als Kritik an der uninformierten Informationsgesellschaft wird das Spiel wohlfeil.
Daß die Lust am Zusehen schließlich doch überwiegt, hängt mit den großartigen Musikern und Schauspielern zusammen, die die Uraufführung tragen: Koglmanns coole Strandcombo sowie hinter einem Gazevorhang Peter Burwiks „exxj...ensemble XX. jahrhundert“, Walter Raffeiner als singspielender Seher Teiresias, das umwer-fend bitter-komische Paar mit Birgit Doll und Alexander Waechter, der bis zur Karikatur echte Animateur Nikolaus Kinsky und die bewunderungswürdige Morenike Fadayomi. - A profound absurd mystery in the sand
- By Gerhard Kramer, Die Presse
- Peter Burwik is conducting with startling virtuosity the play of his "20th Century Ensemble" and the Jazz group. The 20th Century Ensemble and the co-producer, the group NetZZeit, have created an excellent piece of musical theatre.
- Ein tiefgründig-absurdes Rätselspiel im Sand
- Die Presse, Gerhard Kramer
- ...Mit sicherer Hand koordiniert Peter Burwik am Pult das Spiel seines „ensemble XX. jahrhundert“, das zusammen mit der Gruppe NetZZeit als Koproduzent der Aufführung zeichnet, und der Jazzgruppe. Höflicher, von hektischem Jubel untermalter Beifall.
- A maelstrom of oblivion
- By Christoph Irrgeher, Wiener Zeitung
- The topic "against culture industry and repression" may not be new and its characteristic style may not be striking, but the theme is captivating and controversial: the smart-eclectic music is provocatively performed by Koglmann´s Jazz band "Monoblue Quartet" und the 20th Century Ensemble.
- Mahlstrom des Vergessens
- Wiener Zeitung, Christoph Irrgeher
- ...Zwar mag das Motiv der Oper "Wider Kulturindustrie und Verdrängung" nicht neu sein, der Duktus teils plakativ - die Thematik ist brisant und das Werk besticht: Durch die raffiniert-eklektische Musik, von Koglmanns Jazz-Band "Monoblue Quartet" und dem Ensemble XX. Jahrhundert verstörend umgesetzt.
- Party time!
- Kronen Zeitung, VK
- ...while a couple (Alexander Waechter, Birgit Doll) tries to get over the loss of the their drowned children by partying, and succeeds in dragging the salesman
(Nikolaus Kinsky) and the mourning girl (Morenike Fadayomi) into the pleasure society, the music backs the development on the stage, varying from a heart-warming melody to arrhythmic airs of the orchestra... - Eine Flucht ins Vergnügen
- Kronen Zeitung, VK
- ...Währed sich ein Paar (Alexander Waechter, Birgit Doll) über den Verlust der er-trunkenen Kinder ins Vergnügen flüchtet, den Kaufmann (Nikolaus Kinsky) und das trauende Mädchen (Morenike Fadayomi) in die Spaßgesellschaft hineinziehen kann, konterkariert die Musik das Geschehen, schwankt zwischen berührendem Lied, zer-rissenem Orchesterklang (exxj....ensemble XX. jahrhundert) und dosiert-sattem von Koglmanns Monoblue Quartet. Die Betroffenheit, die den blinden Seher (Walter Raffeiner) müde vom Sehen, Hören und Sprechen macht, geht tief: aktuell!
- Mikrokosmos Wiener Musik
- Peter Vujica / Momento viennese
- O.L. / Kronen Zeitung 13. Juni 2002
- Sie ist wirklich nicht tot - die Wiener Musik. Das bewies im Schönberg Center
das Ensemble XX. Jahrhundert unter Peter Burwik bei einem „Wiener Abend“.
In Bearbeitung von Schwertsik, Liebhart und Kühr blitzen da hinreißende Momente auf. oder man fängt die Salonwelt des Komponisten - Kritikers Peter Vujica in „Momento viennese“ ein. Ein herrlich durchsichtiges fragiles Stück. - Festkonzert anlässlich des Jubiläums "30 Jahre Ensemble XX. Jahrhundert"
12. November 2001, Odeon - "Eine Feierstunde der tönenden Vielvalt"
- Ljubisa Tosic / Der Standard, 14. November 2001
- Das Ensemble XX. Jahrhundert feiert im Odeon 30. Geburtstag
Wien - Alte Kunst kann nicht altern. Andererseits ist nichts dem "Ergrauen" so ausgesetzt wie die Moderne, auch wenn sie mit Mode nichts gemein hat. Die Behauptung, den aktuellen Stand (etwa der Klangdinge) zu repräsentieren, findet sich immer bedroht durch den Prozess des Alterns. Das Neue bekommt schnell Falten; Innovation wird flugs Tradition.
Das betrifft vor allem Stile und Werke. Ein Ensemble für Neue Musik wie das Ensemble XX. Jahrhundert betrifft es natürlich auch. Seine Position ist jedoch insofern leichter, als es seine Selbsterneuerung durch Aktualisierung des Repertoires einleiten kann. Und wenn dies bei einem Festkonzert passiert, will man dem durchaus programmatische Dimension zusprechen.
...Zur Vielfalt: Da wäre Dror Feilers mit bissigen Patterns arbeitendes, minimalistisch angehauchtes Stück Sham Mayim. Da wären Ausschnitte aus Marc Anthony Turnages Blood on the Floor , einem Jazz-Klassik-Projekt, das Improvisatoren einem klassischen Ensemble gegenüberstellt.
Da wäre auch Salvatore Sciarrinos raffinierte Introduzione all’oscuro, eine trotz Sanftheit von Ensemble und Dirigent Peter Burwik unter Spannung gehaltene Verschmelzung kleinster musikgestischer Äußerungen. Vor allem aber waren da die Uraufführungen von Franz Koglmanns Tableau I und II aus dem gerade entstehenden Musiktheater Das wüste Land.
...Koglmann ist hier ein Meister der Ambivalenz. Filigrane Melancholie, die lacht. Durch Wehmut gefärbte Idyllen. Vielleicht doch eine Art Dritte Wiener Schule. Sicher aber ist Burwiks "Gruppe" mit dieser Art von Repertoire auch ein Ensemble des 21. Jahrhunderts. Hertzlichen Glückwunsch! - Neugirig & engagiert
- Harald Hebling / Kurier, 14. November 2001
- 30 Jahre Ensemble XX. Jahrhundert
Der Name "Ensemble XX. Jahrhundert" weist genau genommen bereits in die Vergangenheit, dennoch will sich EXXJ keineswegs mit dem 30. Geburtstag zur Ruhe setzen. Im Gegenteil: Bereits für 2002 ist eine große Uraufführung eines szenischen Musikwerkes von Franz Koglmann geplant. Zwei Ausschnitte aus "Das wüste Land" wurden bereits im Rahmen eines Festkonzerts mit dem Motto "Wüste, Verwüstung, Besinnung" als jazzige Preview präsentiert.
Koglmanns musikalische Herkunft lässt sich nicht leugnen: Das EXXJ unter Ensembleleiter Peter Burwik fühlte sich jedoch auch an der Seite des Monoblue-Quartetts wohl, Koglmann selbst durfte virtuos trompeten. Filigran-minimalistisches erklang mit Sciarrinos "Introduzione all’oscuro". Monotone, nur gelegentlich rhythmisch betonte Klangfelder hat Dror Feiler in "Sham Mayim" geschaffen: Das Ensemble zeigte sich engagiert, aufmerksam - über Stilbrüche und kompositorische Abgründe hinweg.
...Nich zuletzt auch die eigene Klangqualität zeichnete die Musik aus. - Peter Burwik jubiliert mit Swing, Sein und Nichtsein
- Reihard Ellensohn / Die Presse, 14. November 2001
- Sein 30jähriges Bestehen feierte das Ensemble 20. Jahrhundert unter Peter Burwik mit einem Konzert zum Thema "Wüste. Verwüstung. Besinnung."
Trockene und abstrakte Rhythmik eröffnete den Abend im Odeon: Dror Feilers "Sham Mayim" zieht seine Energie fast ausschließlich aus komplexen rhythmischen Verzahnungen, die sich gegenseitig aufpeitschen. Die jazzige, swingende Musik von Franz Koglmann (Tableau I und II) - der Meister himself an der Trompete und am Flügelhorn - kontrastierte zunächst deutlich zu diesem abstrakten Beginn, bevor sich letztlich doch eine resignative Stimmung durchsetzte und Julia Stembergers Stimme auf Tonband zu Recht schloß: "Ich kann nichts mehr zusammenbringen, nichts paßt zu nichts...".
Nach der Pause folgte auf Marc. A. Turnages "Blood on the Floor", in dem durchaus melodische Elemente aufblitzten, das Kernstück des Abends: Sciarrinos "Introduzione all’oscuro" glich einer Gratwanderung zwischen Sein und Nichtsein, zwischen Nicht-mehr und Noch-nicht. Die Glissandi und Flageoletts der Streicher sowie die nur mehr Luft erzeugenden Bläser schufen eine Atmosphäre, in der die Musik des öfteren nur noch an einem seidenen Faden (Flöte und Kontrabaß) hing - bevor sie, und damit der Zuhörer, ins Nichts entlassen wurde.
Burwiks Ensemble musizierte die großteils neuen Stücke mit äußerster Konzentration und Ernsthaftigkeit. Seine Arbeit auf dem Gebiet der zeitgenössischen Musik ist wohl unverzichtbar geworden. - Peter Hagmann / Neue Züricher Zeitung, 17. / 18. November 2001
- ... Ein anderes Experiment, im Brahms-Saal des Wiener Muisikvereins, galt der Verbindung zwischen Film und Musik. Auf der Leinwand "Un Chien Andalou", der frühe Stummfilm von Luis Bunuel, dazu als Live-Musik "Bild (eine Chiffre)" von Wolfgang Rihm, ein hartes, explosives Stück für neun Spieler, das vom Ensemble 20. Jahrhundert unter der Leitung von Peter Burwik souverän dargeboten wird.
- 30th ANNIVERSARY CONCERT
- Curious and Committed: 30 years of the Ensemble XX. Jahrhundert.
- KURIER, 14.11.01
- Although in the past the name “Ensemble XX. Jahrhundert” had already gained a serious reputation, the EXXJ is in no way thinking of retiring with the passing of its thirtieth anniversary. Quite the opposite: already planned for 2002 is the première of a major staged work by Franz Koglmann, “The Waste Land”, two excerpts of which were presented as a jazz preview on the occasion of an anniversary concert entitled “Desert, Devastation, Consciousness”. Koglmann’s musical origins don’t hide themselves: the EXXJ under director Peter Burwik was quite at ease alongside the Monoblue Quartett and Koglmann’s virtuoso trumpet playing.
Filigree minimalism was sounded by Sciarrino’s “Introduzione all’oscuro”, while a monotone sound space with only occasional rhythmic stress was created by Dror Feiler in “Sham Mayim”. The Ensemble showed itself committed and attentive throughout, the musicians honouring their individual tonal qualities as they crossed stylistic divides and compositional abysses.” - The Ensemble XX.Jahrhundert under director Peter Burwik celebrated its thirtieth anniversary with a concert entitled “Desert, Devastation, Consciousness”.
- DIE PRESSE, 14.11.01
- The evening in the Odeon opened with the dry and abstract rhythm of Dror Feiler’s “Sham Mayim”, drawing its energy almost exclusively from complex rhythmical dovetails which reciprocally fire each other. The jazzy, swinging music of Franz Koglmann (Tableau I and II) –the maestro himself playing the trumpet and flugelhorn – was at first a distinct contrast to the abstract opening, before a resigned atmosphere finally gained sway and Julia Stemberger’s voice over the loudspeakers fittingly brought the piece to a close: “I can’t bring things together anymore, nothing fits to anything…”
After the interval followed Marc A. Turnage’s “Blood on the Floor”, the centrepiece of the evening, in which completely melodic elements flared up. Sciarrino’s “Introduzione all’oscuro” was like a tight-rope walk between being and unbeing, between no more and not yet. The glissandi and flageolets of the strings as well as the wind instruments reduced to sounding air created an atmosphere in which the music was frequently left as if barely hanging on a silken thread (flute and double bass) before releasing itself and the listener into nothingness.
Burwik’s Ensemble predominantly plays new music with the utmost concentration and gravity. Its place in the field of contemporary music has become truly indisputable. - A festive hour of tonal variety: the Ensemble XX. Jahrhundert celebrates its thirtieth anniversary in the Odeon.
- DER STANDARD, 14.11.01
- Old art cannot age. On the other hand it is not abandoned to “greying” like modernity, even when the latter has nothing in common with fashion. Claims to represent the latest stand always find themselves threatened by ageing: the new wrinkles quickly, innovation soon becomes tradition.
Above all this affects styles and works; it naturally also affects an ensemble for new music like the Ensemble XX. Jahrhundert. Its position however is easier insofar as it can initiate its own self-renewal through updating its repertoire. And when this is done in an anniversary concert one awards the purely programmatic dimension.
Of the variety: there was Dror Feiler’s minimalist tending piece “Sham Mayim” worked through with waspish patterns, and excerpts of Marc Anthony Turnage’s “Blood on the Floor”, a jazz and classical project that confronted a classical ensemble with improvisers. There was also Salvatore Sciarrino’s refined “Introduzione all’oscuro”, which alongside gentleness from the Ensemble and its director Peter Burwik required the taut fusion of the music’s smallest gesticulatory expression. But above all there was the première of Franz Koglmann’s “Tableau I and II” from the barely emerged music theatre piece “The Waste Land”. Here Koglmann is a master of ambivalence, as we hear the laughter of filigree melancholy and pass through idylls tinged with wistfulness: perhaps after all a Third Viennese School. Assuredly with this type of repertoire Burwik’s group is also an ensemble of the twenty-first century. Congratulations!” - Wiener Festwochen, Odeon, 30.-31. Mai und 1. Juni 2001
Arnold Schönberg: "Erwartung" / Salvatore Sciarrino: "Lohengrin" - Karlheinz Roschitz / Kronen Zeitung, 1.Juli 2001
- Schönbergs Musik stößt uns in Zustände (die "Erwartung" wird in Kammerbesetzung aufgeführt); Sciarrinos Musik und Text (nach Jules Laforgues ironischer Geschichte der Kunstfigur Lohengrins) verstricken uns hingegen in Spekulationen, Ahnungen, Bedrohungen, in verwirrende Anspielungen, die uns in einen Mahlstrom ziehen sollen.
Peter Burwik gelingt mit dem Ensemble 20. Jahrhundert "Erwartung" in einer dichten Wiedergabe von klaren Spannungskurven; "Lohengrin" atmet flimmernden Klangzauber. - Franz Endler / KURIER, 1.Juli 2001
- Eine der letzten Koproduktionen auf dem Sektor Musiktheater, die wir dem scheidenden Bereichsleiter Klaus-Peter Kehr verdanken: Die Finnische Nationaloper Helsinki präsentierte im Odeon erst Arnold Schönbergs "Erwartung" und dann "Lohengrin", im Sprachgebrauch auch ein Monodram, nach dem Willen des Autors Salvatore Sciarrino eine "Azione invisible" für eine Sängerin.
Das Erfreuliche zuerst: Peter Burwik leitete das Ensemble 20. Jahrhundert, das eine Fassung für Kammerorchester bei Schönberg und die wenigen instrumentalen Zusätze bei Sciarrino fulminant bewältigte. - Walter Weidringer / Die Presse, 1.Juli 2001
- ... Der kundige Peter Burwik stand am Pult des tadellosen Ensemble 20. Jahrhundert.
- Ljubisa Tosic / Der Standard, 1.Juli 2001
- Das Ensemble 20. Jahrhundert unter Peter Burwik agierte farbenreich.
- APA, 31. Mai 2001
- Überzeugen konnte bei der Gemeinschaftsproduktion der Wiener Festwochen mit der Finnischen Nationaloper Helsinki das Ensemble 20. Jahrhundert unter der leitung von Peter Burwik. Bei beiden Werken in die Seitenflügel des Odeon verlegt, zeigte es musikalische Präsenz und prägnanten Ausdruck.
- Neue Vorarlberger Nachrichten, 1. Juni 2001
- Die musikalische Umsetzung des Instrumentalensembles sorgte (bei Sciarrino) für einige fesselnde Stellen, bei "Erwartung" - in einer Reduktion für Kammerensemble - geriet sie denkbar überzeugend.
- Ernst Scherzer / Kleine Zeitung, 1. Juni 2001
- Die Orchesterklänge scheinen aus dem Raum zu kommen, durchaus ein Kompliment für das Ensemble 20. Jahrhundert.
- H. G. Pribil / Wiener Zeitung, 1. Juni 2001
- Das Ensemble 20. Jahrhundert unter der kompetenten und animierten Leitung von Peter Burwik spielt leidenschaftlich und transparent...
- Shirley Apthorp / Financial Times, 5. Juni 2001
- The Ensemble 20. Jahrhundert plays cleanly under Peter Burwik.
- Gerhard E. Koch / Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Juni 2001
- Das Ensemble 20. Jahrhundert unter Peter Burwik spielte entschieden klangscharf seine gleißenden Floskelkurven.
- Peter Hagmann / Neue Züricher Zeitung, 6. Juni 2001
- Die Sängerin Raili Viljakainen bewältigte beide Partien souverän, zuverlässig unterstützt durch das Ensemble 20. Jahrhunbdert unter der Leitung von Peter Burwik.
- 19. September 2001
Bukarest - Irinel Anghel
- Infolge einer ausserordentlichen Qualität der Aufführung bot das von Peter Burwik geleitete "Ensemble XX. Jahrhundert" dem Bukarester Publikum ein außergewöhliches und zugleich hervorragendes Konzert.
Die Initiative des Wiener Ensembles, Werke des 20. Jahrhunderts und sogar eine Uraufführung der rumänischen Komponistin Doina Rotaru ins Programm zu nehmen, war um so lobenswerter, als das "George Enescu - Festival" eine extrem traditionalistische Ausrichtung aufwies.
Peter Burwik hat also zwei Kulturkreise, nämlich die rumänische und die österreichische Musik - in einer sehr gelungenen Mischung aus "alt und neu" vertreten.
Wir gratulieren den Wienern für ihren Patriotismus, Werke österreichischer Komponisten aufzuführen und bedanken uns für ihre Freundlichkeit, die Musik rumänischer Komponisten in Rumänien bekannt zu machen und dadurch zu unterstützen! - "Enescu-Rotaru / Schönberg-Kühr"
- Irinel Anghel
- Das Konzert des "Ensemble XX. Jahrhundert", geleitet von Peter Burwik, bildete die zweite Ausnahme von der Regel des Bukarester Festivals "George Enescu" hinsichtlich der Aufführung, oder, genauer gesagt, der Nicht-Aufführung zeitgenössischer rumänischer Musik.
Nachdem Genadji Rojdestvenski die 6. Symphonie von Vieru in sein Konzert-Programm genommen hatte, brachte diesmal Peter Burwik ein von ihm speziell für dieses Festival in Auftrag gegebenes Werk der Komponistin Doina Rotaru zur Aufführung.
Mit den vier vorgeschlagenen Werken des XX. und sogar des XXI. Jahrhunderts (gemeint ist die Uraufführung des im Jahr 2001!! entstandenen Konzertes für Klarinette und kleines Orchester, "Metabole II", von Doina Rotaru), wies das Programm des österreichischen Ensembles eine nonkonformistische Qualität auf.
Die interpretatorische Leistung des Wiener Ensembles sowie des Solisten Gerhard Krassnitzer war hervorragend. Und die Verwirklichung ihrer Intention, ein Signal aus dem Bereich der zeitgenössischen Musikkomposition in das Festival zu bringen, erachte ich als besonders lobenswert. - (Declaratie la cald = Spontane Erklärung)
- Irinel Anghel
- Doina Rotaru's Komposition "Metabole II" war eines der wenigen zeitgenössischen rumänischen Musikstücke beim Festival "George Enescu". Die Komponistin erklärte uns in diesem Zusammenhang:
"Peter Burwik ist ein großer Freund der rumänischen Musik. Beim berühmten Wiener Festival "Wien Modern" organisierte und dirigierte er mehrere Konzerte mit Werken rumänischer Komponisten wie G. Enescu, T. Olah, M. Marbé, D. Dediu, A. M. Avram und D. Rotaru.
Von meinen Werken hat er drei davon zur absoluten Uraufführung gebracht, und zwar handelt es sich um: "Cercuri magice" (Magische Kreise) – das 3. Flötenkonzert - beim Radio France sowie "Ceasuri II" (Stunden/Uhren II) und "Lumini dintr-un curcubeu" (Lichter aus einem Regenbogen), zusammen mit seinem Wiener Ensemble, in Wien und Graz.
Peter Burwik ist ein außergewöhnlicher Musiker. Er ist zutiefst überzeugt, dass die zeitgenössische Musik wichtig und wertvoll ist, deswegen sollte sie nicht nur perfekt, sondern auch mit leidenschaftlichem Einsatz interpretiert werden. Ähnlich wie in Japan war ich überwältigt von dem hohen Respekt, den er der MUSIK und dem KOMPONISTEN entgegenbringt. Wie in Tokio bewunderte ich seine Liebe zum Detail und die musikalische Spannung, mit der jeder Ton erfüllt ist. Bei der einzigen Probe an der ich anwesend war (es war schon die Generalprobe!), fand ich die Interpretation des Ensembles und des Solisten einfach hervorragend, alle meine Intentionen wurden tadellos realisiert – ich hatte nichts mehr zu korrigieren." - Opera - "The Shopkeeper’s Daughter"- superb music
- Hong Kong Arts Festival
- by Xi Nan-feng / Ta Kung Pao, 23.3.2000
- This year’s Festival commissioned local young composer So Ting-cheong to write a chamber opera. The three performances were held at the Lyric Theatre in Hong Kong Academy for Performing Arts on March 11.
The story and musical lines were realized by a mix of Chinese and Western musical instruments blended in perfect harmony. The tone colour was appealing and charming. The tutti section sounded strong and tidy.
The chamber orchestra gave a vivid and dynamic performance. The conductor, Peter Burwik, was very experienced in conducting opera and interpreting contemporary music. Under his guidance, the already enthusiastic musicians were even more involved in the performance. The orchestra succeeded not only in supporting the lead roles but also in creating different atmospheres from scene to scene. The most important achievement was that the style of the music blended well with the dramatic development on stage. - "Kaksi tirkistelyoopperaa mielen syvyyksiin"
- Annmari Juusela
- Die von Peter Burwik dirigierte Musik, gleitet kontinuierlich vorwärts, hervorragend von Tapiola Sinfonietta interpretiert, nur ab und zu formen die Visionen der Solistin und des Orchesters gemeinsame Spitzen und Täler.
- Anton von Weben/ Hildegard Jone
Schauspielhaus 21. Februar 2002 - H.K. / Österreichissche Musikzeitschrift
- „Durch meine Arbeit wird mir alle Vergangenheit zur Kindheit“ lautet der Titel des „musikalischen Salons“, eine Koproduktion von „exxj“ und Schauspielhaus, der die enge Zusammenarbeit Anton von Weberns mit der Dichterin Hildegard Jone zum Thema eines außergewöhnlichen Abends machte. Abwechselnd sowie Kompositionen Weberns. Angesichts der klug zusammengestellten, von Cornelius Obonya einfühlsam gelesenen Zitate und der mit der nötigen Expressivität musizierten Webern´schen Kompositionen kam Begeisterung auf. Ursula Fiedler sang, von Harald Ossberger besonders ausdrucksvoll begleitet, die Lieder op.23 und op.25 wort deutlich, klangschön und sauberintoniert und wußte ebenso wie das, Ensemble XX. Jahrhundert - Quartett op.22, Konzert op.24, Leitung Peter Burwik - die filigranen, immer gefühlsintensiv aufgeladenen Linien mit Leben zu erfüllen. Ein grandioser Abend für die Weben-Gemeinde!